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Merkmale seiner Fallstudien:
- Rückerinnerungen beginnen im Alter von 2 – 4
Jahren (Sprechalter) und hören meistens zwischen 5 und 8 J. wieder auf.
- Meistens starb die frühere Person relativ jung,
gewaltsam und vor allem ungewollt.
- 90% der Angaben der Personen stellen sich als richtig und
nachweisbar heraus.
- mit dem Tod zusammenhängende Ereignisse scheinen bei
der gegenwärtigen Person in bes. guter Erinnerung zu sein
- die Person wird häufig in der selben Gegend
wiedergeboren und spricht die gleiche Sprache
- die meisten Spontanerinnerungen werden dort aufgedeckt,
wo der Reinkarnationsgedanke weit verbreitet ist.
- eventuelle Ankündigungsträume der schwangeren
Mutter in Hinblick auf die Identität des Kindes.
- Muttermale, die auf tödliche Verletzungen oder
Narben hinweisen (Beweise durch
Autopsieberichte)
Eventuelle andere Erklärungen für diese
Erinnerungen:
- Erinnerungstäuschungen. Diese Erklärung
läßt sich nie völlig ausschließen, ist jedoch aufgrund der
vielen unabhängigen Beweise unwahrscheinlich.
- Genetisches Gedächtnis. Dagegen spricht,
daß bei der Mehrzahl der Fälle zwischen der früheren und
jetzigen Person gar kein verwandtschaftliches Verhältnis bestand.
- Betrug. Ist nicht auszuschließen, aber
berücksichtigt man – so wie Stevenson – identische Aussage von
Zeugen, die sich nicht kennen, und das fehlen eines Motivs, ist es eher
unwahrscheinlich
- Quellenamnesie. Darunter versteht man Wissens-
oder Gedächtnisinhalte, die man vergessen hat und die man als neues
Erlebnis wertet. (z. B. Nach einer Kopfverletzung glaubt ein Mann er sei ein
Kämpfer im amerikanischen Bürgerkrieg - was natürlich völlig
unsinnig war – und erzählte eine sehr detailgetreue Geschichte.
Später stellte sich heraus, daß er als Jugendlicher einen Film
darüber sah, mit dessen Helden er sich stark identifizierte.
Zusätzlich las er etwa 3 Wochen vor dem Unfall einen Artikel über
dieses Thema. )
Bei diesen Spontanerinnerungen sind
die Kinder jedoch zu klein um sich irgendwelcher anderer Quellen zu bedienen.
- Psi Hypothese. Diese geht davon aus, daß das
Kind mittels Telepathie, Hellsehen, usw. sich die Informationen über die
frühere Person beschaffen kann. Man muß jedoch berücksichtigen,
daß es für diese Phänomene bis jetzt noch keine wirklichen
Beweise gibt.
Zwei weitere voneinander unabhängige
Wissenschaftler beschäftigten sich mit Stevensons Fällen, prüften
sie auf Schwachstellen und stellten ihre eigenen Theorien darüber auf. Sie
sind jedoch auch Großteils von der Reinkarnationsthese Stevensons
überzeugt.
Jürgen Keil:
Er weist darauf hin, daß der kulturelle
Hintergrund der Fälle viel eingehender studiert werden müsse, und das
sie vor allem mit den Gewohnheiten, Geschichten,... von Kindern ohne
Spontanerinnerungen verglichen werden müßten.
Weiters verlangt er Vergleichsstudien, wie in
versch. Familien Todesfälle, Geburtsmale, Sprachgewohnheiten,
Gebräuche,... behandelt werden.
Psychologe Erlendur Haraldsson:
Er geht davon aus, daß es eine Reihe
psychologischer und sozialer Umstände gibt die derartige Erinnerungen
begünstigen, z. B. lebhafte Phantasie, Glaube an Reinkarnation, Suche nach
Zuwendung, schwierige Eltern-Kind Beziehungen, die das Kind behaupten lassen es
gehöre woanders hin,... Weiters haben Kinder
in den Jahren von ca. 2 ½ und 5 Jahren eine besonders sensible Periode, wo
sie glauben können, jemand anderer zu sein. (In Länder, wo der
Reinkarnationsgedanke nicht verbreitet ist, z.B. wenn ein Kind mit einem
imaginären Spielkameraden spricht).
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