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BuddhismusDer Buddhismus lehnt den Gedanken des Hinduismus,
daß die Seele den Tod überdauert, ab. Aus der Sicht Buddhas, ist das,
was wir als Person bezeichnen, eine Ansammlung von 5 Faktoren: Körper,
Empfindungen, Wahrnehmungen, Geistesregungen und Bewußtsein. Man muß
sie sich bei jeder Wiedergeburt als neue Persönlichkeit neu aneignen.
Wenn der Wiedergeborene weder den Körper noch die Seele des vorherigen Wesens hat, wie kann dann die Theorie des Karma weiterbestehen? Laut Buddha geschieht dies folgendermaßen: Eine Person A bedingt die Existenz für eine Person B, d.h. A gibt den Impuls, daß B überhaupt zustande kommt. Somit sind A und B nicht identisch, aber voneinander abhängig. Verdeutlichen kann man dieses Prinzip auch mit einem Billardspiel. Durch das Anstoßen einer Kugel bringt man eine andere ins Rollen. Materiell geht von der ersten Kugel in die zweite Kugel nicht über, lediglich der Impuls pflanzt sich fort und gibt der Kugel die Richtung und Bewegung (Karma) an. Die Schwäche in diesem Vergleich besteht darin, daß beim Billardspiel die 2.Kugel schon existiert, während sich die 2. Person im Wiedergeburtenkreislauf erst bilden muß. Dafür sind 3 Dinge notwendig: eine empfängnisbereite Mutter, ein Vater und ein Geist (= Bewußtsein eines Sterbenden). Wenn nun das Bewußtsein des Sterbenden in die befruchtete Mutter (nicht in das Kind!) eingeht, entsteht ein neues Wesen. Die Antriebskräfte für Wiedergeburt sind im Buddhismus Gier, Haß und Unwissenheit. Von einem Menschen ohne diese Eigenschaften gehen keine Impulse, die eine Wiedergeburt auslösen, aus. Die Wiedergeburtenkette reißt ab, der Erlöste ist mit unbekannten Verbleib verloschen = Nirvana (übersetzt heißt dies Verlöschen). In erster Linie dient dieses Erlösen jedoch zur Befreiung von Leid und nicht von Wiedergeburt. Es hängt jedoch dahingehend zusammen, als nach ihrer Meinung Wiedergeburt Leid erzeugt. Leid umfaßt 3 Aspekte:
Befreit man sich von allen drei Arten
des Leides, findet man die Erleuchtung. Auch wenn er körperliche Schmerzen
hat, ist er von seelischer Qual befreit. Leid erlischt also nicht erst beim
Ausstieg aus dem samsara, sondern bereits mit dem Verlöschen des Dranges
nach Vergänglichem.
Von der Wiedergeburt allein ist keine Erlösung zu erwarten, der Mensch muß selber Hand anlegen. (Innerliche Befreiung) Grundsätzlich gibt es 2 Arten von Karma: das
unheilsame (Gier, Haß und Verblendung) und das heilsame (Selbstlosigkeit,
Güte und Weisheit). Karma heißt übersetzt „Tat“. Im
Buddhismus sind aber nicht nur die Auswirkungen der Tat auf die Umwelt wichtig,
sondern auch jene, die auf den Täter selbst wirken. Dies entscheidet die
Qualität seiner Wiedergeburt. Ist sein Karma unheilsam, kommt er in den
negativen Existenzbereich, d.h. als Geist oder Tier, auf die Welt (und
umgekehrt).
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